beschreibung:
die erdgeschichte in 4,61 mrd jahren







das sonnensystem begann sich vor gut 5,5 mrd jahren aus vielen kleinen asteroiden, die von einer supernova-explosion stammten,
zu bilden. als die erde entstand, war sie noch ein heisser gasball.
bald kühlte sie genügend ab, dass sich eine erdkruste bildete. vulkane spiehen wasser, gase und minerale aus. H20
kam auch von den kometen, die auf die erde stürzten. durch den starken metoriteneinfall wurde sie zum größten gesteinsplaneten
des sonnensystems. bei einer dieser kollisionen erhielt sie ihren erdkern. einige mio jahre besass sie sogar ringe aus
getrümmerteilen. 100 mio jahre regnete es ununterbrochen. flüsse und meere entstanden.
vor 4,56 mrd jahren kollidierte die erde seitlich mit marsgrossem körper ('teja'). der hauptteil des abgeschlagenen materials
gelangte in die umlaufbahn und ballte sich zum mond. vor 3,9 mrd jahren hörte das bombardement auf und es herrschte relative
ruhe (bis vor 400.000 jahren).
zum schluss umfassen 1,386 km3 wasser die erde. das sind knapp einfünftel des erdvolumens. heute braucht das
wasser 1000 jahre, um die erde einmal zu umrunden.
|
|
|
vor 4,3 mrd jahren entstand erstes leben. das entwickelte sich auf der erde nur in linksdrehenden aminosäuren, weil die
ultraviolette strahlung die rechtsdrehenden vernichtet. aminosäuren, kohlenstoffe und eiweiss kamen auch von der ortschen
wolke am rande des sonnensystems, wo noch viel ursprüngliche materie besteht wie zur zeit der sonnenbildung.
ab 4 mrd jahren bestand das leben aus einzellern wie auch noch die heutigen stromatoliten. vor
3,5 mrd jahren begannen diese, sauerstoff zu produzieren.
|
vulkane sorgten für hitze und vor 3,8 mrd jahren für CO2, das die damalige nicht so starke sonnenenergie ausglich
und die erde erwärmte.
|
|
|
|
vor 2,5 .. 2,2 mrd jahren gab es endlich 1% sauerstoff in der atmosphäre. collagen, das ihn im wasser benötigte, entwickelte
sich. es vervielfältigte die zellen, und höheres leben entstand (körper, haut, muskeln). 20% O2 waren es nach
der 2. eiszeit vor 800 mio jahren - ähnlich wie heute).
phytoplankton, also mikroben und einzeller, die genauso viel sauerstoff erzeugen wie später alle pflanzen und wälder
zusammen), bildete die basis des aufkommenden algenbewuchses und des lebens im meer. das meer ist ein grosser speicher von
sonnenenergie.
|

|
|
|
neben den vulkanen sorgten auch der methangehalt der erde, der 1000 x grösser war als heute, für eine warme erde. dadurch
war die atmosphäre rot, ein leben an land noch nicht möglich.
|
|
methan wird von bakterien produziert. sie benötigten noch kein sonnenlicht. aus diesen bakterien hat sich die blaualge
entwickelt. diese konnte zum erstenmal das sonnenlicht in energie umwandeln und 02 hervorbringen (photosynthese).
der sauerstoff band dann das methan und entfernte es aus der atmosphäre, deren farbe nun blau wurde. gleichzeitig kühlte
die erde ab. es kam zu einer totalen vereisung.
|
|
|
|
die ganze erde war vereist (schneeballerde). es gab auch gletscher am äquator. in randzonen von kontinentalplatten aber
konnten blaulagen und
andere mikroorganismen unterschlupf finden. dort war das erdinnere noch offen und bot zuflucht für hitzebeständiges leben.
bis zur 2. vergletscherung gab es nur noch mikroorganismen.
|
|
|
zwischen 800.000 und 600.000 jahren gab es die 2. globale vereisung (schneeballereignis). die algen sterben, da kein licht
mehr bis ins wasser schien. die grundlage allen damaligen lebens ging verloren. kurz vorher gab es einen abfall des CO
2. die ozeane besassen einen 1 km dicken eispanzer. die Ø-temperatur betrug -20°C. das eis reflektierte das sonnenlicht,
und es wurde noch kälter. erst der vulkanismus durchbrach das eis und schleuderte CO2 in die atmosphäre, wodurch
das sonnenlicht wieder auf die erde geleitet wurde und die temperatur von zeitweise -50 auf +50°C stieg. mikroorganismen,
die überlebten, wurden grössere mehrzeller.
ende der 2. vergletscherung entstanden perredinien, die ersten lebewesen, die grösser als mirkoorganismen, aber weder tier
noch pflanze waren.
|
|
|
die ersten tiere kamen an land. vor 450 mio jahren entstand der bereits flossenlose avandaspis. die ersten landtiere hatten 8
gliedmaßen und finger. in amerika entstand der 1. wald. die ersten bäume warfen keine blätter, sondern ihre äste ab.
vor 430 mio jahren trafen die urkontinente baltika und laurentia zusammen und bildeten euramerika.
Vor 384 mio jahren gab es pederpis. es war nachtaktiv, um der sonnenhitze zu entgehen, da es noch keine größere, schützende
vegetation gab. es hatte 5 finger, 5 zehen und war amphibisch.
|
|
|
|
ab 600 mio jahre wurden grosse mengen CO2 in vulkanischen gasen ausgestossen, dass sich normalerweise im
meerwasser löst. durch die vereisung (s. 2. eiszeit) war es auf dem meeresgrund geblieben. jetzt begann es zu schmelzen und
stieg in die atmosphäre (2000 x höher als heute).
|
|
|
der meteoriteneinfall nahm erstmals seit der entstehung der erde wieder zu. der zyklus des sonnensystems um das zentrum der
galaxie währt 250.000 jahre. die bahn schwankt, so dass sie wie dieses mal andere systeme kreuzt. zuviele einschläge
zerstören das leben, zuwenige fördern es nicht. zu dicht am zentrum gibt es viel materie, zu weit weg wenig.
unabhängig davon verschwand das urmeer in dieser zeit.
|
|
|
|
im devon (begann vor 360 mio jahren) entwickelten sich die ersten reptilien auf dem land. zuerst schlichen sie wie arkanto
stega im modrigen gestrüpp umher. es entstand eine grosse vielfalt an leben.
|
|
|
|
mitte des perm löschte der letzte von bisher 6 grossen asteroiden 95% des pflanzlichen und tierischen lebens auf der
ganzen erde aus. wasser gibt es nur in 3 km tiefe und ermöglicht dort ein überleben.
|
|
|
ende perm (360 - 248 mio jahre) begann die erde wieder wärmer zu werden. ein großes binnenmeer bedeckte die erde. es gab
viele pflanzen. die atmosphäre war voller sauerstoff. die terapziden waren säugetierähnliche reptilien und am weitesten
verbreitet auf gondwana und laurasia. sie waren die übergangsform vom reptil zum säugetier. zinodonzia war der vorgänger
der säugetiere.
|
vor 250 mio jahren schlug ein 8 km Ø grosser meteorit in australien (beban-krater) ein. das beben wirkte sich am
gegenüberliegenden punkt der (antipode) aus: dort entstanden vulkane, deren ausbrüche die erde verdunkelten, und die
hochgiftiges schwefelwasserstoff (hydrogensulfit) ausschieden. dieses hat unter und über wasser > 90% des lebens innerhalb
von 20 mio jahren getötet. die globalen meeresströmungenn kamen zum erliegen. meerestiere starben bis zu einer tiefe von
150 meter. die hitze drang mit 1 m/jahr ins erdinnere vor. dann kühlte der planet wieder ab. der wasserdampf in der
atmosphäre regnete innerhalb der nächsten 1000 jahre auf die zurück, und nach 3000 jahren gab es wieder ozeane und das
leben kehrte aus der tiefe der erde zurück.
|
danach gab es genügend platz für die entwicklung der saurier (vor 235 mio jahre).
|
|
|
|
anfang bis mitte trias brach pangäa auseinander.
|
|
|
im trias (248 - 213 mio jahre) war es warm. der sauerstoff nahm ab. bis zum jura (213 - 144 mio jahre) hielt der geringe
O2-pegel an.
vor 240 mio jahren trennten sich die dinosaurier von den krokodilen. indem sie jetzt die beine senkrecht unter dem körper
hielten, konnten sie sich mit der zeit aufrichten. die fleischfresser unter ihnen bildeten 3-zehige füsse und 1 gabelbein
heraus. und sie besassen federn, die zunächst nur vor kälte schützten. einige stiegen irgendwann auf bäume, von wo sie zu
anderen bäumen glitten. später lernten sie auch den vogelflug vom boden aus. deren federn waren bereits asymetrisch, und
ihre schulteranatomie verstärkte sich für den flügelschlag. aus ihnen entwickelten sich die vögel.
die saurier hatten das vakuum, das durch das giftige hydrogensulfat entstanden war, ausgefüllt. die säuger blieben klein,
um den geringen sauerstoffgehalt zu kompensieren. die saurier hingegen konnten gross werden, weil
sie ein luftsacksystem besassen. dadurch dominierten sie. doch die säuger entwickelten mit der zeit ein zwerchfell, dass
die lungen unterstützte und so den geringen O2-gehalt etwas kompensierte. durch ihren flexiblen brustkorb
waren sie zudem beweglicher und in der lage, sich im torso zu drehen, so dass ihre babies an den zitzen milch trinken
konnten. vor 125 mio jahren hatten sie den evolutionären vorteil der muttermilch und einer plazenta. in zeiten von wenig
sauerstoff ist die zugabe von O2 über eine plazenta vorteilhaft.
vor 170 mio jahren gab es in der antarktis (südpolarmeer) einen weiteren einschlag eines 11 km Ø grossen meteoriten.
doch er wirkte sich eher beschleunigend auf die evolution aus.
|
|
|
ende der kreidezeit (144 - 66 mio jahre) vor 65 mio jahren schlug ein meteorit auf der erde im heutigen yukatan ein. iridium
tauchte auf. die dinosaurier und vieles andere leben begannen auszusterben.
bald darauf brachen riesige vulkane in sibirien und china aus. gleichzeitig hob sich dort die erdkruste (doming) und
methanhydrit schmolz. plumes waren entstanden, schwefelwasserstoff vergiftete luft und wasser und der output hüllte die erde
in ein dunkles staubtuch. methan und CO2 wurden freigesetzt (treibhauseffekt). der meeresspiegel stieg um 200 m
und drang weit in die kontinente vor. bergketten wie die rocky mountains entstanden und sorgten für neue luftströmungen.
zudem hörten die gezeiten fast auf, es gab keine durchmischung mehr. dadurch änderte sich das klima. jetzt erst fand der
höhepunkt des grossen artensterben statt, dem endgültig die saurier und andere tiere wie ammoniten, belemiten, eine reihe
von planktonarten sowie viele pflanzen endgültig unterlagen. dieser gesamte prozess dauerte ca. 4 mio jahre und löschte 70%
des lebens aus.
|
|
|
vor 56 mio jahren gab es die ersten vorfahren der affen mit greifhand und daumen.
vor 55 mio jahren löste sich bei der trennung grönlands von europa methan aus dem meeresboden (noch
heute gibt es dort tiefe löcher), und es wurde sehr warm (> 30° C). das leben in bäumen begann, vorteilhaft zu werden. es
gab durch die grossen bäume mit den breiten kronen genug zu essen, da früchte, samen und blätter hier am dichtesten waren,
und genügend schutz. dort wurde geschlafen, kinder geboren und gross gezogen.
die antarktis brach von gondwana (nur noch südamerika und australien) ab und driftete zum kalten südpol. dort wird sie vom
zirkumpolarem strom in uhrzeigerrichtung umkreist. die methanhydrate dort gefroren wieder.
|
|
|
vor 33 mio jahren war es nur 5°C warm.
bei den makakken und 1. affen entstand das postorbitale septum (pos). es ist der punkt des schärfsten sehen (auch der mensch
hat es). es sind viele gebündelte fotorezeptorzellen. sie ermöglichten nicht nur ein schärferes und wackelfreies, sondern
auch ein 3-farbiges sehen. damit konnten mehrfarbige blüten und blätter in giftig und essbar unterschieden werden. zudem
wurde die mimik der artgenossen besser erkannt, was zum sozialen verständnis beitrug.
|
|
|
entsteht 3 km lang in nord-südlicher richtung und teilt den regenwald. ein gebirgszug entsteht. dadurch gibt es im osten
weniger niederschläge und savanne bildet sich.
der meeresspiegel sank. bei gibraltar schloss sich das mittelmeer und trocknete aus. elefanten und andere tiere zogen hier
nach europa. erstere wurden daraufhin auf sizilien so klein wie ziegen (inseleffekt wie beim 'hobbit').
neueste funde aus kenia (millennium-mann) und äthiopien (ardipithecus) weisen auf einen vorfahren des menschen hin, der
schon vor 6 millionen jahren gelebt hat. er hat sich bereits auf den bäumen aufrecht orientiert.
vor rund 5 mio jahren falteten sich gebirgszüge in ostafrika auf. einst bedeckten die ebenen äthiopiens und kenias
reichhaltige wälder. nun konnten keine wolken mehr durchkommen. die folge war, dass es vor den bergen heftig abregnete,
und dahinter dürre entstand. die bäume vertrockneten und es bildete sich eine savannenLandschaft mit genügsamen gräsern
und büschen.
|
die lebewesen, die auf der fruchtbaren seite weiter auf den bäumen lebten, entwickelten sich zu den heutigen affen. die
anderen aber mussten da, wo keine bäume mehr waren, zusätzlich lernen, dauerhaft aufrecht zu gehen.
|

|
als sich vor 4,2 mio jahren die landenge von panama zwischen nord- und südamerika langsam zu schliessen begann, entstand der
golfstrom, der für
viel feuchtigkeit im nordatlantik sorgt. zeitgleich verschob sich die indonesische inselKette, der himalaya faltete sich
auf, und statt der warmen, südpazifischen wassermassen strömten nun kältere aus dem nordpazifik ein. dadurch regnete es
weniger über ostafrika. austrocknung und kälte hatten dort alsbald grossen einfluss auf die menschliche entwicklung. vor
2,5 mio jahren waren starke kiefer und grosse zähne die erste antwort auf die härtere nahrung der entstandenen savanne.
der australopithecus afarensis lebte in ostafrika hatte noch ein kleines gehirn im vergleich zum
grossen gesicht. aber er ging bereits aufrecht. dies beweist die eintrittstelle des rückenmarks
in das gehirn. es liegt an der unterseite des schädels und nicht wie bei den menschenaffen schräg hinten.
aller wahrscheinlichkeit können sie aufgrund ihrer nahrung in 2 arten aufgeteilt werden: die eine
ass harte, vegetarische körner (robustus), die andere war allesfresser und grazil. erstere entwickelten eine starke
kaumuskulatur und übergrosse backenzähne (die sich sehr schnell abnutzten) und waren damit stark an die bestehende umwelt
angepasst. ihre äussere kopfform wurde nicht durch die schädelknochen, sondern durch muskelpakete gebildet. sie starben vor
1 mio jahren aus. letztere aber lernten vor 2.6 mio jahren durch die entwicklung von (geröll-)werkzeug, der abhängigkeit
von direkten umwelteinflüssen zu entgehen.
|
neben den australopitezinen existierte noch eine andere vormenschenart: kenyantropus platyops. ihr wirbelkanal war kleiner
als beim heutigen menschen. dadurch konnten weniger nerven hindurchfliessen. beim gehen lag das gewicht auf der aussenseite
des fusses, so dass der oberkörper starr blieb. die schulter konnte sich gegenüber dem becken z.b. bei lucie nicht drehen.
|

|
mit beginn der bisher letzten eiszeit war die entstehung einer landbrücke zwischen süd- und nordamerika abgeschlossen.
dadurch wurde die verbindung von pazifik und atlantik und der austausch warmer strömungen endgültig unterbrochen.
der golfstroms begann nun, stabil für gemässigte perioden zu sorgen. das
dann wärmere wasser verdunstete stärker und erhöhte die feuchtigkeit. nun regnete es mehr. aber es war noch so kalt, dass
der regen auf der erde gefror. so hat sich das eis insgesamt 8 mal vor- und zurückgezogen. vor 20.000 jahren bedeckte
den norden eine 3 km dicke eisdecke. noch heute sind 10% des planeten von eis überzogen.
Ø-temperatur betrug in der nun 3 mio jahre langen eiszeit -50°C. in einer wärmeren periode wie heute kann es 15°C betragen.
d.h., dass wir uns momentan in einer wärmephase zwischen 2 kaltzeiten befinden. normalerweise ist es auf der erde ca. 30°C
warm. denn zu 90% war die erde stets eisfrei gewesen.
jedesmal, wenn es kälter wurde, wurde auch mehr sonnenenergie reflektiert. das destabilisierte das klima. hochangepasste
lebewesen verschwanden. eiszeit selektiert.
die ersten hominiden erschienen. ihr gesicht war flacher und die zähne kleiner. sie konnten bereits steinwerkzeug herstellen.
homo boisei (2,4 - 1,9 mio jahre) besass grosse, starke kiefern, die ihm eine gezielte ernährung
auf samen und pflanzen ermöglichte. er war aus australopithecus robustus hervorgegangen. aufgrund der
spezialisierung konnte er sich veränderten lebensdedingungen nicht anpassen und starb aus.
homo habilis (2,4 - 1,9 mio jahre) entwickelte sich aus australopithecus africanus im südlichen
afrika. er war vielseitiger und ass auch fleisch. dadurch mass sein gehirn schon 800 cm³, er war 1,45 m gross.
homo rudolfensis (2,5 - 1,8 mio jahre) war gross und stark. Er konnte bereits
primitives werkZeug zum schneiden hestellen. sein hirn hatte ein volumen von 900 cm³.
|
in israel ist 2,3 mio altes steinwerkzeug gefunden worden. auch 1,8 mio alte knochenfunde aus
java lassen vermuten, dass die auswanderung schon mit dem homo rudolfensis begonnen hat. die
ältesten homo-funde aus malawi (2,5 mio jahre) legen sogar den schluss nahe, dass er schon
vor dem habilis in ostafrika existierte.
auch er vermied eine nahrungsspezialisierung durch werkzeugkultur. damit zerlegte er fleisch und
harte körner gleichermassen. er hatte sich aus den australopithecus afarensis entwickelt.
|
in dieser zeit also gab es 2 homo-gattungen, die sich getrennt entwickelt hatten. Wahrscheinlich
ist aus rudolfensis der mensch hervorgegangen, während habilis ausstarb.
die nutzung des feuers wurde entdeckt, ohne es jedoch zu kontrollieren, zu entzünden oder auf die wanderung mitzunehmen.
der meeresspiegel sank in den höhepunkten dieses teils der eiszeit bis zu 130 meter.
das mittelmeer trockente das bisher letzte mal aus.
zwischen 1,7 und 1,5 mio jahren gab es eine grosse trockenheit. 2 hominiden entstanden: parantropus robustus und der frühe
homo sapiens. während robustus ein knollen- und gemüsefresser blieb, ass der sapiens auch fleisch. in den letzten 7 mio
jahren gab es 20 verschiedene arten von hominiden.
das menschliche gehirn braucht mehr energie als jeder andere körperteil. fleisch mit seinen proteinen ist vorteilhaft.
australopeticus robustus war vor 5 mio jahren ausgestorben, weil er kein fleisch ass.
homo erectus (1,8 - 90.000 jahre) war der erste echte mensch. er ging vor 1,5 mio jahren als erster über den nil nach
asien.
seine werkzeuge waren bereits ausgefeiltere faustkeile, der anbeginn der kulturellen evolution. er hatte eine vorstehende,
knorpelige nase, was zu einer besseren thermoregulation der atemluft führte und seiner läuferischen gabe entgegenkam. er
war von dunkler haut, haarlos und besass schweissdrüsen. zusätzlich ermöglichte seine grosse gestalt, genügend körperwärme
abzustrahlen. er nutzte auch als erster das feuer. dadurch konnte er das fleisch zubereiten und braten, so dass der
magen-darm-trakt wesentlich entlastet wurde und mehr energie für die hirnleistung blieb.
in den vergangenen 3 mio jahren sind 2 entscheidende evolutionsschritte passiert: 1. hominide mit
grossem hirn für waffen- und werkzeugherstellung entstanden, 2. der homo erectus begann zu wandern.
das feuer wird jetzt kontrolliert eingesetzt und bleibt im besitz des stammes.

der homo erectus wanderte vor 1,5 mio jahren nach indonesien. auf dem weg dorthin bildete er in china den pekingmensch.
dieser hatte ausgeprägte überaugenwülsten, eine flache stirn, mächtige kiefer und schweren Knochen. aus ihm entwickelte
sich dann der javamensch. der traf in indonesien auf ein milderes klima, dass sich kaum veränderte. aus afrika wanderten
immer wieder neue menschen ein, schliesslich auch der homo sapiens, vermischten sich mit ihm und bildeten ein einzigartiges
vielvölkergemisch, dass heute kaum noch genetische unterschiede zu anderen regionen der erde aufweist.
|
vor ca. 300.000 jahren entwickelte sich die neandertaler aus dem homo heidelbergensis. vor 25.000 starben sie aus. sie kamen
während der eiszeit nach europa. vor 70.000 jahren erreichten sie südfrankreich. sie stellten schon steinwerkzeuge her,
sowie sehnen und speere. ihre anzahl betrug ca. 1 mio. sie konnten bereits planen und kombinieren. sie hatten gräber, was
aber nicht unbedingt auf einen glauben nach dem tod hinweisen muss.
|
bei ihnen ist der zentrale teil der schädelbasis wie auch bei den affen flach, bei uns rund. die kopfform aber ist z.t.
überlebenswichtig für veränderungen im halsbereich. ein neugeborenes hat auch noch eine flache basis, der kehlkopf liegt
weit oben. dadurch können sie gleichzeitig durch die nase atmen und schlucken. dann senkt er sich, die luft- und speiseröhre
kreuzen sich, und der erwachsene kann sich verschluckten. dafür haben wir den würgereiz entwickelt. aber vor allem erst
durch den tiefer angelegten kehlkopf mitsamt den stimmbändern können wir richtig sprechen. beim neandertaler war der
kehlkopf oben geblieben. die distanz mund-sprechapparat war kurz und kein guter resonanzkörper. es warem ihm keine langen
vokale wie boot, vater, tee möglich. die bildung einer höheren sprache schaffte nur der mensch. er entwickelte vor 200.000
jahren das fox ps-gen (chromosom 7), das diese konstellation ermöglichte.
der homo sapiens sapiens (200.000 jahre) stammte aus afrika und begann vor 150.000 jahren, sich dort weiter auszubreiten.
vor 120.000 jahren wanderte er über den yemen nach asien und europa ein. persien erreichte er vor 100.000 und australien
vor 60.000 jahren.
nach europa kam er erst vor 40.000 jahren, da die grossen wüsten von jordanien dazwischen lagen. erst nach jahrtausendelanger
dürre regnete es dort, und die einwanderung wurde über indien und russland möglich.
vor 20.000 jahren erreichte er amerika, weil die beeringStrasse während der eisZeit zugefroren war. hier siedelte er sich
erst im süden und nach der eisZeit im norden an.
er trug kleidung, hatte eine hohe stirn und besass bereits das wissen um den eigenen tod. grundsätzlich hatte er erstmals
vorstellungen seiner umwelt (was sich mittlerweile regrediert) und plante im voraus. am ende der kälteperiode gab es ihn
so oft wie heute den gorilla, d.h. vor 27.000 jahren lebte in europa z.B. auf 100 km² 1 mensch.
vor 75.000 jahren wurden 60% des menschlichen lebens vernichtet. toba, einer der grössten vulkane der erdgeschichte, war
ausgebrochen. sein magmaausstoss betrug mindestens 1000 km³. es gab eine starke konzentration von schwefelsäure in der
atmosphäre, da sich schwefel mit wasser mischte. die südliche hemisphäre wurde mit 2.800 km³ asche bedeckt. licht konnte
durch das schwefeloxid und die säure nicht durchdringen, so dass die temperatur der erde und auch der meere weltweit sank.
diese minieiszeit hielt gut 1000 jahre. dabei starb viel vegetation ab.
schwefeldioxid und asche können normalerweise innerhalb 1 jahres aus der atmosphäre gewaschen werden. aber die schneebedeckten
flächen und ebenso die reflexionsflächen waren grösser geworden, der planet heller. dadurch hielt die kälte an, auch nachdem
das vulkanische material aus der atmosphäre verschwunden war. die schneefläche auf der erde wuchs weiter, gletscher
bildeten sich, und die ozeane kühlten ab. es schneite weiterhin, und die grönländische eisdecke bildete sich. so blieb die
erde noch 1000 jahre kalt, auch wenn die atmosphäre bereits nach 1 jahr wieder ok war.
heute ist der tobasee noch 100 km lang, 30 km breit und bis zu 500 m tief mit steil abfallenden wänden.
vor 40.000 war ein weiterer höhepunkt dieser eiszeit. der gesamte norden war vergletschert. die 3 km dicke eisschicht
versetzte, da sie ungleich verteilt war, den gesamten erdball in vibrationen löste und eine unwucht aus. die erdkruste
verschob sich, und die land- und wassermassen wurden verlagert. vor 55.000 jahren lag der nordpol noch nahe europa, dann
bei hudson bay in kanada und vor 14.500 jahren etwa 3000 km vom heutigen standort entfernt. erst ende der eiszeit wurde der
amerikanische kontinent aus der polarzone bewegt. teile des südpolarkontinents lagen noch im gemässigten klima der
südsee.
vor 11.000 jahren wurde es endgültig wärmer. innerhalb von 20 jahren schmolz eine eisdecke von 1600 m dicke. der wasserspiegel
stieg um 1500 m. aber erst ab 8000 jahren war z.b. die beringsee eisfrei, so dass die menschen sie mit schiffen
überqueren konnten (vorher kamen sie über das schelfeis oder durch den ausgetrockneten sund).
dank der sprache konnten die menschen hilfreiche informationen und erfahrungen austauschen (z.b. über wanderung der tierherden)
und besser planen. auch wurde wissen für spätere generationen in (fels-) zeichnungen verewigt. der homo sapiens benutzte
symbole, abstrakte zeichen und hilfsmittel. dadurch konnte er sich mit der umwelt auseinandersetzen und sie verstehen.
über 4 mrd jahren sind informationen nur über die gene weitergegeben worden. nun geschieht das auch über die sprache. dabei
ist die kulturelle evolution viel schneller als die genetische. heute jedoch ist überleben keine frage von evolution mehr,
sondern von kultur, intelligenz und verständnis miteinander.
seit 28.000 jahren verdunstet das mittelmeer wieder mehr, als ihm zufliesst.
vor 40.000 jahren erreichte der aborigine, von indonesien kommend, australien. seine stämme sind vielfältig.
dna-Untersuchungen haben aber erwiesen, dass sie keine ähnlichkeiten mehr mit dem pekingmensch mehr haben. in australischen
höhlen gibt es felszeichnungen, die nicht vom aborigine stammen. er war auch nicht der erste siedler australiens. vor
60.000 jahren erreichte es bereits der mischling aus javamensch und homo sapiens per floss, das sich damals kurzfristig nur
15 km vom festland entfernt befand. aufgrund der isoliertheit stagnierte dort die weitervermischung des javamenschen
20.000 jahre und wurde erst mit den aborigines fortgeführt.
der afrikanische graben hat sich verbreitert und das nubische meer östlich von afrika erschaffen. es ist 20 km breit.
am golf von aden ist ein neuer ozean entstanden.